Die Gastroenterologie kümmert sich um den gesamten Verdauungstrakt: Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm sowie Leber, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse. Viele Beschwerden in diesem Bereich sind unangenehm, aber gut behandelbar. Andere sollten frühzeitig abgeklärt werden – und manche Erkrankungen, allen voran Darmkrebs, lassen sich durch Vorsorge sogar verhindern.
Im MVZ Berlin führen wir die Ultraschalldiagnostik sowie Magen- und Darmspiegelungen im eigenen Eingriffsraum durch. Sie müssen also nicht zwischen verschiedenen Praxen pendeln, und Ihre Befunde bleiben in einer Hand.
Uns ist bewusst, dass Untersuchungen am Magen oder Darm für viele Menschen mit Unbehagen verbunden sind. Deshalb erklären wir Ihnen vorab genau, was passiert, beantworten Ihre Fragen und nehmen uns Zeit. Die meisten Patientinnen und Patienten sind nach der ersten Spiegelung überrascht, wie entspannt sie verlaufen ist – nicht zuletzt dank der Sedierung.
Wann Sie zum Gastroenterologen in Berlin-Mitte gehen sollten
Nicht jedes Bauchgrummeln braucht eine Spiegelung. Eine fachärztliche Abklärung ist aber sinnvoll, wenn Sie Folgendes bemerken:
- häufiges Sodbrennen oder saures Aufstoßen
- wiederkehrende Bauchschmerzen oder Blähungen
- anhaltender Durchfall oder Verstopfung
- Blut im Stuhl oder veränderte Stuhlgewohnheiten
- Schluckbeschwerden oder ungewollter Gewichtsverlust
- auffällige Leberwerte
Ab 50 Jahren ist zudem die Darmkrebsvorsorge ein wichtiger Anlass – auch ganz ohne Beschwerden. Mehr dazu lesen Sie weiter unten und auf unserer Seite zu Check-up & Vorsorge.
Notfall? Bei Erbrechen von Blut, schwarzem Teerstuhl, größeren Blutmengen im Stuhl oder plötzlichen, sehr starken Bauchschmerzen rufen Sie bitte sofort den Notruf 112.
Magenspiegelung, Darmspiegelung & Ultraschall in Berlin-Mitte
Wir beginnen immer mit einem ausführlichen Gespräch und wählen dann die Untersuchungen, die Ihre Frage am besten beantworten – so schonend wie möglich. Für Spiegelungen erhalten Sie vorab ein ausführliches Aufklärungsgespräch und schriftliche Informationen. Sie haben dann ausreichend Zeit, Fragen zu stellen und in Ruhe zu entscheiden. Bringen Sie zum Vorgespräch bitte Vorbefunde, frühere Spiegelungsberichte und Ihren Medikamentenplan mit.
Bauch-Ultraschall
Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Darmwand lassen sich schmerzfrei und ohne Strahlung beurteilen – oft der erste Schritt.
Magenspiegelung
Die Gastroskopie zeigt Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Gewebeproben, etwa zum Nachweis von Helicobacter, sind dabei möglich.
Darmspiegelung
Die Koloskopie ist die gründlichste Methode der Darmkrebsvorsorge: Polypen können meist direkt in derselben Untersuchung entfernt werden.
Untersuchung in Sedierung
Auf Wunsch erhalten Sie eine Beruhigungsspritze und schlafen während der Spiegelung. Danach erholen Sie sich in Ruhe bei uns.
Labor & Stuhltests
Blut- und Stuhluntersuchungen helfen bei der Abklärung von Entzündungen, Unverträglichkeiten oder verborgenem Blut im Stuhl.
Atemtests
Mit einfachen Atemtests lassen sich zum Beispiel eine Laktoseintoleranz oder eine Helicobacter-Infektion nachweisen.
So läuft Ihr Termin beim Gastroenterologen ab
Vorgespräch
Wir besprechen Beschwerden und Vorgeschichte und erklären Ihnen Ablauf und Vorbereitung der Untersuchung.
Untersuchung
Ultraschall direkt im Termin, Spiegelungen in Sedierung in unserem Eingriffsraum.
Befund & Plan
Sie erhalten eine erste Einschätzung noch am selben Tag, Gewebebefunde besprechen wir im Nachgespräch.
Therapie und Darmkrebsvorsorge
Viele Magen-Darm-Erkrankungen lassen sich gut behandeln, sobald die Ursache klar ist. Bei Refluxbeschwerden, einer Helicobacter-Infektion oder Unverträglichkeiten erstellen wir mit Ihnen einen Therapieplan, der Medikamente, Ernährung und Alltag berücksichtigt. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Lebererkrankungen begleiten wir langfristig mit regelmäßigen Kontrollen.
Für die Darmkrebs-Früherkennung gilt laut Gemeinsamem Bundesausschuss: Gesetzlich versicherte Frauen und Männer können ab 50 Jahren eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen, insgesamt zwei im Abstand von zehn Jahren. Alternativ gibt es ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut. Bei familiärer Vorbelastung beraten wir Sie individuell. Den passenden Zeitpunkt besprechen wir gern im Rahmen unseres Check-ups.
Bei Diabetes oder Herzerkrankungen stimmen wir die Vorbereitung auf eine Spiegelung eng mit der Diabetologie bzw. der Kardiologie ab – etwa wenn Medikamente vorübergehend angepasst werden müssen.
Auch Ernährung spielt bei vielen Beschwerden eine Rolle. Bei Unverträglichkeiten oder einem Reizdarm erarbeiten wir mit Ihnen alltagstaugliche Empfehlungen und vermitteln bei Bedarf eine qualifizierte Ernährungsberatung.
Nach einer Spiegelung in Sedierung ruhen Sie sich in unserem Aufwachbereich aus, bis Sie wieder sicher auf den Beinen sind. Die erste Einschätzung erhalten Sie meist noch vor dem Nachhausegehen. Wurden Gewebeproben entnommen, dauert die feingewebliche Untersuchung einige Tage; wir besprechen das Ergebnis anschließend persönlich mit Ihnen und legen gemeinsam fest, wann eine Kontrolle sinnvoll ist.
Unsere Praxis liegt im 1. OG und ist per Aufzug barrierefrei erreichbar. Wir behandeln Versicherte aller Krankenkassen sowie Privatversicherte.
Ihr Gastroenterologie-Team im MVZ Berlin
Zwei Ärztinnen und Ärzte betreuen Sie bei Beschwerden von Magen, Darm und Leber. Mit einem Klick gelangen Sie zum jeweiligen Profil.
Häufige Fragen an Ihren Gastroenterologen in Berlin
Ist eine Darmspiegelung schmerzhaft?
In der Regel nicht. Die meisten Patientinnen und Patienten entscheiden sich für eine Sedierung und schlafen während der Untersuchung. Danach kann sich der Bauch für kurze Zeit etwas aufgebläht anfühlen.
Wie bereite ich mich auf die Darmspiegelung vor?
Am Vortag essen Sie leicht und trinken eine Abführlösung, damit der Darm sauber ist. Sie erhalten von uns einen genauen schriftlichen Plan. Blutverdünnende oder blutzuckersenkende Medikamente besprechen wir vorher individuell mit Ihnen.
Darf ich nach der Sedierung Auto fahren?
Nein. Nach einer Sedierung dürfen Sie für den Rest des Tages nicht selbst Auto fahren und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Bitte lassen Sie sich abholen.
Ab wann zahlt die Krankenkasse die Darmkrebsvorsorge?
Gesetzlich versicherte Frauen und Männer können ab 50 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung in Anspruch nehmen, insgesamt zwei im Abstand von zehn Jahren. Alternativ ist ab 50 Jahren alle zwei Jahre ein Stuhltest möglich. Bei familiärer Vorbelastung beraten wir Sie individuell.
Wann ist eine Magenspiegelung sinnvoll?
Zum Beispiel bei anhaltendem Sodbrennen, Schluckbeschwerden, wiederkehrenden Oberbauchschmerzen oder dem Verdacht auf eine Helicobacter-Infektion. Ob eine Spiegelung bei Ihnen nötig ist, klären wir im Vorgespräch.