Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Ob Typ 1, Typ 2 oder ein Schwangerschaftsdiabetes: Gut eingestellt lässt sich mit der Erkrankung ein weitgehend normales Leben führen. Entscheidend ist, dass Sie selbst verstehen, was im Körper passiert, und sich im Umgang mit Messwerten, Ernährung und Medikamenten sicher fühlen.
In unserer diabetologischen Schwerpunktbetreuung arbeiten Ärztinnen, Ärzte und Diabetesberaterinnen eng zusammen. Wir verbinden moderne Technik wie Glukosesensoren mit persönlicher Beratung – und beziehen auf Wunsch auch Angehörige ein.
Uns ist wichtig, dass Sie sich nicht bevormundet fühlen. Sie kennen Ihren Alltag am besten – ob Schichtarbeit, Familie, Sport oder Reisen. Deshalb entwickeln wir Therapieziele gemeinsam mit Ihnen und passen sie an, wenn sich Ihr Leben verändert. Kleine, machbare Schritte bringen auf Dauer oft mehr als ein perfekter Plan, der nicht in den Alltag passt.
Wann Sie zum Diabetologen in Berlin-Mitte gehen sollten
Eine Vorstellung in der Diabetologie ist sinnvoll, wenn Ihr Blutzucker auffällig ist oder sich eine bestehende Erkrankung schwer einstellen lässt. Typische Anlässe sind:
- erhöhte Blutzucker- oder Langzeitzuckerwerte
- neu festgestellter Diabetes Typ 1 oder 2
- Schwangerschaftsdiabetes
- häufige Unterzuckerungen oder stark schwankende Werte
- Umstellung auf Insulin oder einen Glukosesensor
- Probleme an Füßen, Augen oder Nieren bei Diabetes
Auch bei einem Prädiabetes, also leicht erhöhten Werten, lohnt sich eine frühe Beratung: Oft lässt sich der Verlauf durch Veränderungen im Alltag günstig beeinflussen.
Notfall? Wird ein Mensch mit Diabetes bei einer Unterzuckerung bewusstlos, rufen Sie bitte sofort den Notruf 112 und flößen Sie ihm nichts ein. Auch bei starkem Durst, Erbrechen und zunehmender Benommenheit sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe holen.
Diabetologische Leistungen im MVZ Berlin
Von der ersten Diagnose bis zur langfristigen Betreuung: Wir bieten Ihnen alle wichtigen Bausteine an einem Ort. Zu Ihrem ersten Termin bringen Sie bitte vorhandene Laborwerte, Ihr Blutzuckertagebuch oder die Daten Ihres Messgeräts sowie Ihren Medikamentenplan mit. Haben Sie bereits einen Diabetes-Pass, ist auch dieser hilfreich. So können wir uns schnell ein Bild machen und die Zeit im Gespräch für Ihre Fragen nutzen.
Diagnostik
Blutzucker, Langzeitzucker (HbA1c) und bei Bedarf ein Zuckerbelastungstest klären, ob und welcher Diabetes vorliegt.
Glukosesensoren (CGM)
Wir beraten zu Sensoren, die den Zuckerwert laufend messen, legen sie an und werten die Verläufe gemeinsam mit Ihnen aus.
Strukturierte Schulungen
In Kleingruppen oder einzeln lernen Sie alles Wichtige zu Ernährung, Bewegung, Messung und Medikamenten.
Therapie-Einstellung
Ob Tabletten, Insulin oder andere Medikamente: Wir passen die Behandlung an Ihre Werte und Ihren Alltag an.
Fußuntersuchung
Regelmäßige Kontrollen von Nerven und Durchblutung der Füße helfen, Folgeschäden früh zu erkennen.
Disease-Management-Programm
Als Teilnehmerin oder Teilnehmer am DMP Diabetes werden Sie in festen Abständen strukturiert betreut und kontrolliert.
So läuft Ihr Termin in der Diabetologie ab
Erstgespräch
Wir besprechen Ihre Werte, Ihre Vorgeschichte und das, was Ihnen im Alltag wichtig ist.
Einstellung
Gemeinsam legen wir Therapie, Messroutine und Schulungstermine fest.
Begleitung
Regelmäßige Kontrolltermine sorgen dafür, dass die Behandlung dauerhaft passt.
Langfristige Betreuung mit Blick aufs Ganze
Diabetes betrifft nicht nur den Blutzucker. Langfristig können Gefäße, Nerven, Augen und Nieren belastet werden. Deshalb kontrollieren wir in regelmäßigen Abständen auch Blutdruck, Blutfette und Nierenwerte, untersuchen Ihre Füße und erinnern Sie an die augenärztliche Kontrolle. Ziel ist, Folgeerkrankungen möglichst zu vermeiden – und Ihnen dabei so viel Eigenständigkeit wie möglich zu geben.
Weil Herz und Stoffwechsel eng zusammenhängen, arbeiten wir Hand in Hand mit unserer Kardiologie. Die Grundversorgung, Impfungen und alltägliche Gesundheitsfragen übernimmt auf Wunsch unsere Hausarztpraxis, und bei Fragen zu Magen, Darm oder Leber ziehen wir die Gastroenterologie hinzu.
Bei einem Schwangerschaftsdiabetes stimmen wir uns eng mit Ihrer frauenärztlichen Praxis ab und begleiten Sie bis zur Geburt – und auf Wunsch auch danach.
Moderne Technik kann den Alltag mit Diabetes deutlich erleichtern. Glukosesensoren zeigen Ihnen den Verlauf Ihrer Werte ohne ständiges Fingerstechen und warnen auf Wunsch vor Unter- oder Überzuckerung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Daten lesen und für Ihre Entscheidungen nutzen, und werten sie bei jedem Termin gemeinsam mit Ihnen aus.
Zur Schulung gehört auch das Wissen für besondere Situationen: Wie verhalte ich mich bei einem Infekt, auf Reisen oder beim Sport? Was tue ich, wenn der Sensor ausfällt? Solche Fragen besprechen wir konkret und praxisnah, damit Sie sich auch in ungewohnten Lagen sicher fühlen.
Ihr Diabetes-Team im MVZ Berlin
Zwei Ärztinnen und Ärzte sind in der Diabetologie für Sie da, unterstützt von unseren Diabetesberaterinnen. Mit einem Klick gelangen Sie zum jeweiligen Profil.
Häufige Fragen an Ihren Diabetologen in Berlin
Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2?
Bei Typ 1 stellt die Bauchspeicheldrüse kein oder kaum noch Insulin her, deshalb ist von Beginn an eine Insulintherapie nötig. Bei Typ 2 wirkt das Insulin im Körper schlechter. Hier helfen oft zunächst Veränderungen bei Ernährung und Bewegung sowie Tabletten.
Wer bekommt einen Glukosesensor?
Ob ein Glukosesensor für Sie infrage kommt und ob Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt unter anderem von Ihrer Therapie ab. Wir beraten Sie dazu individuell und kümmern uns um die notwendigen Unterlagen.
Was lerne ich in einer Diabetes-Schulung?
Sie erfahren, wie Diabetes entsteht, wie Sie Ihren Blutzucker richtig messen, wie Ernährung und Bewegung wirken und wie Sie Unterzuckerungen erkennen und behandeln. Die Schulungen finden in kleinen Gruppen oder einzeln statt.
Was ist das DMP Diabetes?
DMP steht für Disease-Management-Programm. Es ist ein strukturiertes Behandlungsprogramm für chronisch Kranke mit regelmäßigen Kontrollterminen und Schulungen. Die Teilnahme ist freiwillig, wir informieren Sie gern über die Einschreibung.
Kann ich bei Prädiabetes noch etwas tun?
Ja. Bei leicht erhöhten Werten können mehr Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls eine Gewichtsabnahme den Verlauf günstig beeinflussen. Wir beraten Sie dazu und kontrollieren Ihre Werte in regelmäßigen Abständen.